WILD Concerts proudly presents .....


Die einen nennen es "Künstlerpause", andere konzentrieren sich aufs Familienglück, oder es gibt einfach wichtigere Dinge - auf jeden Fall ist momentan die Luft raus: Bäcker's Debakel pausiert. "Ich singe weil ich ein Lied hab" ..... wer nichts zu sagen bzw. zu singen hat, tut schätzungsweise besser daran, mal eine Weile zuzuhören.

Mit Unterbrechungen besteht die Folk-Gruppe „Bäcker’s Debakel“ aus und um Ulm herum (am Fuße der Schwäbischen Alb) seit, sage und schreibe, 1983. Die "Urgesteine" Rainer Wetzler (Mandoline, Gitarre und Gesang) und Hans „Festl“ Wild (Gitarre und Gesang), die früher wie heute fürs Schreiben der deutschsprachigen Songs zuständig sind, stehen für Kontinuität und lebendige Musik. Was freilich durch Jo Heuschmid (Akkordeon und Keyboards) und Otto Schwabe (Bass) in vorbildlicher Weise unterstützt wird. Eigentlich an sich schon eine sehr spannende Geschichte, wenn Bänker, Lagerist, Kleinkunstkneipen-Wirt und ein Doktor der TU München Musikgeschichte schreiben ...

Irgendwo zwischen nächtlichen Lagerfeuern, der "Straße" und einer damals recht intakten Ulmer Irish-Folk-Szene, haben sie ihren eigenen Stil in Sachen „Folkmusik“ entwickelt: Percussiv, straight, weltoffen und dennoch urwüchsig; und dann auch wieder mit Feingefühl und Seele. Fetz, Folk & manchmal fast schon Kabarett, von Herzen und nicht ohne Tiefgang, wohl aber weitgehend ohne den moralischen Zeigefinger. Mal echt unplugged am Dorfbrunnen, dann wieder elektrisch verstärkt "auf großer Bühne", sorgt "Bäcker's Debakel" neben nachdenklichen Momenten für kurzweilige Unterhaltung, die auch durchaus breite, generations-übergreifende Bevölkerungsschichten anspricht.

Unter anderem agiert Gitarrist Hans Wild seit fast 20 Jahren auch an der Seite von „Klaus dem Geiger“, der „linken“ Strassenmusiker-Legende aus Köln.
Das "Maximum Terzett" ist auch 2011 vom 31. März bis zum 10. April wieder unterwegs.


Kontakt: 
Hans Wild
hallo<ät>hans-wild.de
(bitte durch @ ersetzen)

Hier ein paar Bilder von einer spontanen Fotosession mit Fotograf Leo Lange (Mitte Mai 07 - Leo ist der Größte!)

Für Eure heimische Musikanlage empfehlen wir unsere 1999 aufgenommene "Bäcker's Debakel"-CD. 16 Songs und ein "Hiddentrack"; aufgenommen und abgemischt von Hartmut Welz und Michael Bierler am 3.-7.Juni 99 in Burgau. Damals noch mit Uli Bohnacker am Kontrabass und Paul Jüssen an den Tasten. Special guest: Uli Züfle vom "Campingorchester" (Kostenpunkt: Sagen wir 15 Euro - und das Porto ist dann auch mit drin!)

     

BD live  im Stellwerk

BD und der Osterhase

BD im Kreiskrankenhaus Blaubeuren / Tag der offenen Tür auf der "Geburtshilfigen Station"

BD in Schweinfurt / Strassenmusik-Festival

 


P R E S S E - S T I M M E N


Blaumännle, Blaubeuren 16. Juni 06
SOMMERBÜHNE / Gelungener Kultur-Auftakt mit "Bäcker's Debakel" und Walter Spira
Zum Schluss kleines Wunschkonzert
Lockere Sprüche und Gedanken übers Leben - "Ich wollte wie Reinhard singen ..."

Mit einem Doppelkonzert aus der Folk- und Liedermacherszene startete die Sommerbühne ins Kulturprogramm. Altgediente und doch jung gebliebene Lokalmatadore standen auf der Bühne, zuerst "Bäcker's Debakel" und dann Walter Spira.

Blaubeuren / Bei gut 100 Besuchern gab es am Samstagabend einige Lücken auf der Tribüne, unter den Zuschauern waren aber offensichtlich treue Fans, so daß atmosphärisch alles stimmte. "Bäcker's Debakel", das sind Hans "Festl" Wild (Gitarre und Gesang) Rainer Wetzler (Mandoline und Gesang) Jo Heuschmid (Akkordeon) und Otto Schwabe (Bass). Seit mehr als 20 Jahren, allerdings mit Unterbrechungen und teilweise wechselnder Besetzung, besteht die Gruppe und bezeichnet ihre Folkmusik als "hart, rhythmisch, percussiv, straight, weltoffen und dennoch urwüchsig". Songlieferanten sind Hans Wild und Rainer Wetzler.

Auf der  Bühne am Blautopf herrschten eher die nachdenklichen Töne vor. Zwischendurch gabs Witziges, lockere Sprüche und Instrumentales. Nachdenken übers Leben und das, was Glück ausmacht, war angesagt: Ein "Pirat" hat keinen Bock mehr auf Abenteuer, will Anker werfen, die Gedanken treiben lassen und einfach nur sein. "Alles hat seine Zeit", "Vielleicht ein bißchen Leben voll Farbe und Gefühle, nicht nur auf dem Bildschirm". Dazu haben sich auch schon "Ape Beck & Brinkmann" Gedanken gemacht und so fügte sich deren "Lauf" - mit der Aufforderung, so zu leben als sei's der letzte Tag - nahtlos ins Programm. Fetzig war dann die Zugabe, der Cher-Hit "The Shoop Shoop Song" mit der stimmlich starken Ellen Brannath als Verstärkung auf der Bühne.

Ein authentischer Abend und gelungener Start ins kulturelle Programm der Sommerbühne. (Eva Menner) 

Schon ein paar Jahre her .....
Lebensfreude von der Straße
"Bäcker's Debakel" überzeugte im Vöhringer "Klafünf"

Der Trend mag in eine andere Richtung gehen, doch was kümmert sich die Straße schon um Moderichtungen. Und von der Strassenmusik her kommt schließlich auch die fünfköpfige Folktruppe "Bäcker's Debakel" aus Ulm, die sich bei ihrem Auftritt in der Vöhringer Kleinkunstkneipe "Klafünf" nicht den aktuellen Bestrebungen so mancher Folkgruppe, mit Manierismen Eingang in die Konzertsäle zu finden, anschloß. Stattdessen suchten die fünf mit einfachen, einprägsamen Liedern und viel Drive den direkten Weg zum Publikum.

Elemente des Strassentheaters zwängten sich mit auf die enge Bühne im "Klafünf", auf der sich die Musiker um Festl Wild (Gitarre und Gesang) mit viel Esprit, Witz und Charme eindeutig auf die Seite der sogenannten kleinen Leute stellten, nicht aber ohne deren Tricks, Kleinmütigkeit und Spießertum aus den Augen zu verlieren. Einen breiten Raum im Repertoire von "Bäcker's Debakel" nahm das Friedensthema ein. Es wurde aber kein weiteres Mal platt eine Angstpsychose vor der atomaren Apokalypse stilisiert, sondern einige Schattierungen des Militarismus recht bissig aufs Korn genommen. Auch der Blick auf die uns alle umgebende Umweltverschmutzung blieb nicht ausgespart, aber "Bäcker's Debakel" machte nicht bei einer lähmenden Resignation halt. Mit kämpferischem, lustbetontem Pathos wurde allem ein trotziges "Trotzdem" entgegengestellt und Zukunftsvisionen für ein neues, besseres Leben entworfen.

Frei von Zweckoptimismus offenbarte sich dabei zwar eine unbefangene, teils recht naive Sicht auf komplizierte gesellschaftliche Verknüpfungen, aber so manche radikale Vereinfachung mochte dem Zweck der Musik auch angemessen sein. So rangierte der Spaß der Musiker an ihrer Sache weit vor Perfektion; die Gefahr jeglicher Sterilität blieb ausgemerzt, ohne daß je Unbeholfenheit im Zusammenspiel zu spüren gewesen wäre. In locker-ausgelassenen  Arrangements mit Kontrabass (Uli Bohnacker), Geige, Flöte (Yvonne Simon), Gitarren, Akkordeon, Percussion (Hannes Ensminger) ließ "Bäcker's Debakel" beste Strassenmusik-Tradition aufleben, die auch den zum Schluß recht zahlreichen Zuhörern im "Klafünf" unter die Haut ging und eine gehörige Portion Lebensfreude vermittelte.



Mahnwache oder: Frieren für den Frieden

Frieren für den Frieden - auch so konnte man die Mahnwache umschreiben, die seit Freitag tagsüber in der Ulmer Hirschstraße und nachts auf dem Münsterplatz gehalten wird. Hintergrund: Rund ein Dutzend Ulmer Friedensgruppen will mit dieser Aktionsform gegen die Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland protestieren, welcher der Deutsche Bundestag in seiner heute und morgen stattfindenden Debatte zustimmen wird. Die Reaktionen auf die Mahnwache für den Frieden in der Hirschstraße waren unterschiedlich und reichten von Nichtbeachtung über Ablehnung bis zu Aussagen wie: Man finde es gut, auch weiterzumachen, wenn die Stationierung vollzogen wird. Eine Anwohnerin der Hirschstraße half den für den Frieden fröstelnden Leuten, sich aufzuwärmen, indem sie heißen Kaffee und Kekse spendierte. Die Herzen erwärmte am Samstag die Musikgruppe "Bäcker's Debakel" mit Freidensliedern (Bild). Nachts, auf dem Münsterplatz, wird in Schichten gemahnt. Anders würden die jeweils fünf bis zehn Personen die Minustemperaturen wohl kaum durchstehen, denn auf dem Münsterplatz pfeife der Wind besonders kalt, hieß es. Die Mahnwache wird bis heute, 19 Uhr, fortgesetzt, wobei die Friedensgruppen sich um 18 Uhr zu einer Abschlußveranstaltung vor dem Münsterportal treffen.